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Anti- Korruptions- Programm

Hier finden Sie einen Bericht über dieses Programm, das in Kooperation mit IoC "Initiatives of Change" durchgeführt wird: Bericht Anti- Korruptions- Programm.

Außerdem hören Sie gerne den Bericht von Lucienne Munono auf der deutschen Welle zum Internationalen Tag gegen die Korruption 2016

Drei Säulen tragen im Wesentlichen dieses Projekt:

  • Lucienne Munono durch ihre Arbeit als Schulleiterin der ACCADEMIA- Schule

Ein neuer Erfolg im Juli 2013: Alle 10 Abiturienten kamen ohne Schmiergelder durch die Prüfung! Mehr im Trommelboten 35
 Wie dies z.B. ganz konkret aussehen kann, berichtet Nicole Thieke im "Trommelboten 30":
- Luciennes klare ethische Pädagogik und unsere Unterstützung dazu scheinen bei den Eltern auf Zustimmung zu stoßen: Die Schülerzahl ist mit Beginn des neuen Schuljahrs von 635 auf 710 gestiegen.
- Wer vor einem Jahr Luciennes Geschichte von der Wahl der Klassensprecher gehört hat, wird sich erinnern, dass bestimmte Mitglieder der Schulleitung die Schüler ermutigt hatten, ihren kleinen Wahlkampf so zu führen, wie in der Politik ... Dieses Jahr haben dieselben Leute, ohne zu wissen, dass Lucienne dies mitbekam, die Schüler aufgefordert, den Wahlkampf mit Argumenten und nicht mit Süßigkeiten zu führen. So feierten alle Kinder erst hinterher - mit den Süßigkeiten - die gelungenen Wahlen. Ein kleiner Denkzettel für den tobenden Wahlkampf der Großen und „früh übt sich ..."!  

Unter anderem über diese Arbeit berichtete Mme Munono im Dezember 2010 bei ihrem Besuch in Deutschland. Wir haben den Inhalt des Abends für Sie zusammengefasst.

Sie wird vor allem von Opis Kakumi (s.u.) und Papy Kamba in der Schulleitung unterstützt.

  • Guy Wanghi 

Guy Wanghi, ehemals selbst Patenkind von HALLO KONGO, besuchte von 2010 - 2013 die Studenten von HALLO KONGO und rief sie regelmäßig zu Treffen zusammen. Ziel war dabei, sie zu beraten und zu unterstützen, ehrlich ihr Studium zu absolvieren. Er versuchte, ihnen gangbare Wege zu zeigen, um in einer korrupten Gesellschaft zu bestehen. Mehr Informationen zu seinem eigenen Werdegang und zu seinen Erfahrungen mit bzw. ohne Korruption bei den ehemaligen Patenkindern.

  • Adolphe Makaya und Opis Kakumi als Organisatoren von Seminaren für Lehrer, Eltern und andere Gruppen

Adolphe Makaya arbeitet an der Lisanga- Schule, Opis Kakumi an der Accademia- Schule. Nach ihren Reisen 2006 bzw. 2012 zu einem Seminar in der Schweiz versuchen sie, folgende Vorhaben zu verwirklichen.

Gerne wollen wir unsere Partner nach Kräften unterstützen. Wenn Ihnen dieses Projekt am Herzen liegt, helfen Sie uns dabei und sprechen Sie mit uns. Gerne lassen wir Ihnen mehr Informationen zukommen. 

Weitere Unterstützung im Kampf gegen Korruption an den Schulen

Korruption ist allgegenwärtig im Kongo. Um ihr begegnen zu können, ist geeignetes moralisches Rüstzeug unverzichtbar. Um Opis Kakumi, dem Buchhalter der ACCADEMIA-Schule in dieser Hinsicht den Rücken zu stärken, hat unser Verein seine Teilnahme an der All-Africa-Konferenz in Yaoundé finanziell unterstützt. Die von ‚Initiatives of Change’ veranstaltete Konferenz stand unter dem Leitsatz: „Good Governance, Leadership und Bekämpfung der Korruption in Afrika - Welche Hoffnung gibt es für die Jugend des Kontinents?" Opis zeigte sich von dem Aufenthalt sehr beeindruckt. Er habe nun begriffen, wofür die morali- schen Werte Wahrheit und Ehrlichkeit gut seien, und welche Bedeutung sie für das Gemeinwohl hätten. Er wolle diese Werte verinnerlichen und sie vor allem im Schulalltag anwenden, schreibt er in einem Rückblick. Opis hat seine Kollegen an der Schule mit seinem Bericht offenbar begeistert und überzeugt. So konnte er den neuen Projekt- beauftragten der ACCADEMIA-Schule, Maval Mavungu, gleich als neues Mitglied von Initiatives of Change gewinnen.  

Aktuelles

2016- Korruptionsbekämpfung durch Entwicklungsprojekte

Sowohl in Stuttgart als auch in Berlin gaben die Berichte von Nicole Thieke und Lucienne Munono Anlass zu sehr fruchtbaren Gesprächen: Ja, vertrauensvolle und transparente Entwicklungszusammenarbeit mit örtlichen Partnern und korruptionsfreier Umgang mit Behörden sind im Kongo möglich. Und wenn im Kongo, in welchem Land sollen sie nicht möglich sein! Wie schafft man aber die Bedingungen dafür? Eine brisante Frage für viele Organisationen … und auch für unsere Bundesministerien, wie es die ARD-Sendung Monitor vom 8. Dezember 2016 in ihrem abschließenden Bericht über die Aufdeckung einer hohen Veruntreuung von deutschen Fördergeldern im Kongo schilderte. Auch da bleiben wir am Ball! http://www.ardmediathek.de/tv/Monitor/Monitor-vom-08-12-2016/Das-Erste/Video?castId=438224&documentId=39420052

Bangen im neuen Schuljahr 2012/2013:

Lucienne Munono gibt zu, dass sie mit etwas Bangen in das nächste Schuljahr schaut. Ihre Schule wird von Schul-Inspektoren unter Druck gesetzt. „Solltet ihr uns auch im kommenden Jahr weiterhin so schlecht (d. h. ohne Schmiergeld-Umschlag) empfangen, werdet ihr schon sehen, wohin das führt“ (d. h. keine ‚Hilfe’ bei der Bewertung der Abitur-Prüfungen), lauten die Drohungen. Lucienne hofft, dass ihre Abschlussschüler im kommenden Jahr nicht darunter leiden werden. „Es ist traurig! Aber wir lassen uns nicht klein kriegen, im Gegenteil! Vielleicht können ja (im Sommer 2013) ein paar Paten dabei sein, wenn die ersten Schüler von ACCADEMIA ihr Abitur ablegen“, schreibt sie dazu.

Schüler der nächstjährigen Abschlussklasse

Beginn einer Kehrtwende?- Juli 2012

Korruptionsfälle, wie Lucienne sie beschreibt, sind im Kongo keine Seltenheit. Zum Glück beginnt die Regierung einzugreifen! Radio Okapi vermeldete am 26. Mai 2012, dass vier Schulinspektoren und 30 Lehrer vom Dienst suspendiert wurden, weil sie während der Französisch-Abiturprüfungen in einen Korruptionsfall verwickelt waren. Ein Kommentator schreibt dazu, dass die staatlichen Prüfungen bereits seit 20 Jahren keinen Wert mehr hätten. Entweder schickten Schüler einen Stellvertreter in die Prüfungen, oder sie bestechen ihre Lehrer. Mit dem Erfolg, dass die Schüler selbst den Stoff nicht beherrschten.  

Spontane Hilfe im Frühjahr 2012:

Nicole Thieke trifft sich mit Kollegen verschiedener afrikanischer Staaten im Kongo. Hier ihr Bericht.

 gemeinsam gegen Korruption

 Ein aktueller Lichtblick:

Die Initiativen unserer kongolesischen Freunde für eine korruptionsfreie Schulbildung haben an einem Samstag im Juni 2010, kurz vor den Examens d’Etat (Abitur), eine unerwartete Verstärkung aus der Provinz Katanga erhalten: In der Stadt Kalemie am Tanganyika-See hielt ein Polizist Wache vor der lokalen Niederlassung der Agence Nationale de Renseignements (ANR, entspricht etwa dem Bundesnachrichtendienst), wo die Abitursaufgaben für ein paar Tage aufbewahrt wurden. Ein vorbeikommender Mitarbeiter der ANR erklärte ihm, er habe an einer Sitzung mit Kollegen teilgenommen und müsse noch auf die Toilette gehen. Nach drei Stunden beschloss der Polizist, nachzuschauen, ob ihm etwas passiert sei. Doch der Lokus war leer. Stattdessen versuchte der Mann gerade mit Hilfe von Schraubenzieher und Schlüsselbund in den Raum, in dem die Abitursaufgaben gelagert waren, einzubrechen. Der Polizist – im Kongo kaum bezahlt – wies ein Schmiergeldangebot ab, nahm den ANR-Mann fest und übergab ihn der städtischen Polizeizentrale. Nachprüfungen ergaben, dass der Einbrecher in seinem Handy die Telefonnummern verschiedener Schulleiter gespeichert hatte. Er hatte offensichtlich vor, ihnen die Aufgaben im Voraus zu verkaufen. (Quelle: www.radiookapi.net )

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