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Gesundheitsprogramm

 Krankenschwester in der Lisanga- Schule  Krankenstation Lisanga mehr Bilder zum Programm

Dass ein Gesundheits-Programm kein Luxus ist, merkt man an folgender Meldung aus der Internetseite von Radio Okapi, einem im Kongo sehr geschätzten Radiosender:
„Meldung des Tages (7.2.2007)
Im Kongo ist die Kindersterblichkeit von 125 von 1000 Kindern im Jahr 1990 auf 170 von 1000 im Jahr 2000 gestiegen. 800 von 100 000 Müttern starben nach einer Lebendgeburt im Jahr 1990, aktuell sind es 2000. Die Lebenserwartung liegt 2002 bei 42 Jahren gegenüber einem afrikanischen Durchschnitt von 51 Jahren.“

Zum Gesundheitsprojekt an der Lisanga- Schule schreibt Henri Mola:
„Ein Projekt wird Wirklichkeit
....  Da die körperliche Entwicklung mit der seelischen einhergeht, haben wir es als unerlässlich erachtet, dass die Schule Lisanga ihrer Psychosozialen Abteilung den Zweig Schulmedizin hinzufügt, welcher folgende Dinge umfasst: Vorsorgemedizin, medizinische Förderung (Ausbildung, Bewusstseinsbildung), Heilmedizin (Behandlung).
..  (Es) wurden alle Schülerinnen und Schüler (insgesamt 739) untersucht, ebenso wie das Schulpersonal, welches bei dieser Gelegenheit von einem Test zur Früherkennung von MST und HIV Gebrauch gemacht hat. Aber dies ist nur ein Anfang. Das ganze Projekt muss noch folgen.“ 

Bitte spenden Sie für dieses Projekt unter dem Stichwort "Gesundheit"

Aktuelles:

Mai 2014: Ekila Likombe berichtet

In der letzten Ausgabe des Trommelboten, Ausgabe 26, berichteten wir über den tollen Erfolg von Ekila Likombe, das erste unserer Patenkinder, das einen Doktortitel in Zahnmedizin errang. Inzwischen liegt uns Ekilas Bericht über ihr letztes, praxisbasiertes Studienjahr in den unterschiedlichen Fachgebieten der Zahnmedizin vor. Im Evangelischen Medizinischen Institut von Kimpese in der Provinz Bas-Congo (westlich von Kinshasa) verarzteten sie und ihre zwei Mitstudenten aus Kinshasa täglich bis zu 30 Dorfbewohner, die teils erst sehr spät zum Arzt kamen, wenn Hausmittel und Medizinmann bereits versagt hatten. „In der Behandlung schlecht verarzteter Karies konnten wir uns da sehr gut ausbilden!“, schreibt sie. Auf das Landleben folgte die Uniklinik in Kinshasa, wo Ekila vor allem mit zahnchirurgischen Eingriffen konfrontiert wurde. Dort musste sie sich Respekt verschaffen: Ein älterer Mann wollte sich erst nicht von „einem so jungen Mädchen“ behandeln lassen. Ekila verschwand kurz und kehrte mit Brille und ernstem Blick zurück. Der Mann musste die Behandlung über sich ergehen lassen – und war mit dem Resultat hoch zufrieden! Neue Erfahrungen mit Soldaten von der Ostfront brachte das Praktikum im Militärkrankenhaus von Kinshasa. „Der Eingriff, der mich am meisten beeindruckt hat, war der an einem Front-Rückkehrer, dessen Kiefer durch Schüsse verrückt worden war“, schreibt Ekila. In der letzten, ruhigeren Praxisphase widmete sich Ekila der Herstellung von Zahnprothesen, bevor sie sich für die medizinischen Prüfungen und die anschließende Doktorprüfung vorbereitete. Dankbar zeigte sich Ekila über die materielle und ideelle Unterstützung durch HALLO KONGO bis hinein in ihre Doktorprüfung.  

 Neues Mitte 2013

ACCADEMIA und Mpumbu-Schule: 230 Kinder an Zähnen untersucht
 Ein erklärtes Vereinsziel von HALLO KONGO e.V. ist die Gesundheitsvorsorge der Schüler unserer Patenschulen. Der Besuch des Zahnarztes gehört deshalb zu den regelmäßig wiederkehrenden Angeboten, die wir finanziell unterstützen. Im Februar untersuchte eine kongolesische Zahnärztin an der ACCADEMIA-Schule 175 und an der Mpumbu-Schule 56 Schüler. Im April wurden an fünf Tagen in der ACCADEMIA und an zwei Tagen an der Mpumbu-Schule insgesamt 64 Kinder behandelt. Leider kamen von Mpumbu nur vier der Schüler. Die Rechnung für Untersuchung und Behandlung bei ACCADEMIA belief sich auf knapp 310 Euro, 187 davon zahlten die Eltern der Schüler, den Rest trug HALLO KONGO e.V.  

Bericht der Schulgründerin Els Kazadi und aus Echo de Lisanga Mitte 2009

„Dank der Elternbeiträge und der Unterstützung anderer Partner hat sich das schulmedizinische Angebot verbessern können: bei der Ausrüstung, der Organisation der Angebote und den Empfangs- Kapazitäten.
Das heißt, dass es jetzt voll funktioniert. Im Schnitt wurde die Station im Schuljahr 2007/2008 von 17 Patienten am Tag besucht."

Bericht von Els Kazadi, Mai 2009, nachdem 345$ an Spenden für das Projekt weitergeleitet werden konnten:
„Gerne leite ich die frohe Nachricht an die Schulleitung weiter, mit der Bitte, Euch bald eine bebilderte Antwort über die Anwendung der Gabe zu schicken. Das wird nicht schwierig sein, denn es gibt immer viele Kranke, die ständig - zum Teil teure - Medikamente brauchen.
Wir sollten auch den Konsultationsraum des Arztes, der bis jetzt nur durch einen Karton vom Beobachtungszimmer mit den zwei Betten, getrennt ist, mit einer soliden, bis zur Decke gehenden Wand trennen, damit die Gespräche und Geräusche nicht rüberdringen... Auch sollten wir das Labo, bis jetzt in einem engen Korridor untergebracht, vergrößern, damit mindestens das Material, das wir haben, aufgestellt und genützt werden kann.

Hier können Sie den neuesten Bericht des Gesundheitsprogramms an der Lisanga- Schule herunterladen:

Bericht Gesundheitsprogramm Lisanga (12 kb)

 

Bericht Ende 2007 von Nicole Thieke: 

Genau vor einem Jahr war unsere Fünfer-Abordnung von HALLO KONGO zu Gast in der LISANGA- Schule, als das Schulgesundheits- Projekt eröffnet wurde. Da ging es zunächst  um die Untersuchung aller Schüler und Lehrer sowie der Familien des gesamten Personals und um die Beratung der Eltern. Unsere Spenden trugen zur Einrichtung des Empfangszimmers und des Labors bei. 
Im Rahmen dieses Projekts wurden im Unterricht und bei den Elternabenden Gesundheit, Ernährung und Hygiene thematisiert.
Dies war aber nur die erste Phase: im Sommer 2007 wurde eine erfahrene Krankenschwester vollzeitig angestellt. Wie kostbar sie ist, konnten wir bei unserem Besuch vor drei Wochen feststellen: als wir gerade die neue Geldspende der Nürnberger Rotarier und einen vollen Koffer Verband-Material aus der Schweiz übergaben, saß ein Junge da, der sich bei einem Zusammenstoß in der Pause eine größere Platzwunde an der Augenbraue zugezogen hatte und gleich vor Ort behandelt werden konnte. Eine Woche später verletzte sich eine kleine Schülerin schwer, als sie vom Schulbus herunter sprang. Sie verlor sehr viel Blut. Bevor sie ins Krankenhaus gebracht wurde, konnte sie eine Tetanus-Impfung und eine blutungsstillende Spritze bekommen. 
Ein Untersuchungszimmer und ein Ruhezimmer (für kränkelnde Schüler) sind eingerichtet worden.
Nun gehört die Schule zu einem Pilot- Projekt der Schulbehörden: der Chefarzt des nationalen Schulprogramms „Merci Docteur“ kommt zweimal wöchentlich für Untersuchungen,  Beratung und Behandlung. 
In diesem Schuljahr soll die erste Phase des Schulgesundheits- Projekts in unseren beiden anderen Partner- Schulen anlaufen.

ACCADEMIA und Mpumbu- Schule

Das Zahnärzte-Team war bei Accademia und Mpumbu, sowohl für Untersuchungen und Beratung, als auch für Behandlungen. Diese Initiative wurde von den Eltern sehr begrüsst, zumal die Schule für die Behandlung nur 2.500 Francs congolais (ca. 3 €) pro Kind verlangte und den Rest mit Hilfe unserer Spende selber finanzierte!

Zum Gesundheitsprojekt gehören auch Nothilfe für Patenkinder sowie der Bau sanitärer Anlagen an der Accademia- Schule, der für die Prävention enorme Bedeutung hat.

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