Gesundheitsprogramm
Dass ein Gesundheits-Programm kein Luxus ist, merkt man an folgender Meldung aus der Internetseite von Radio Okapi, einem im Kongo sehr geschätzten Radiosender:
„Meldung des Tages (7.2.2007)
Im Kongo ist die Kindersterblichkeit von 125 von 1000 Kindern im Jahr 1990 auf 170 von 1000 im Jahr 2000 gestiegen. 800 von 100 000 Müttern starben nach einer Lebendgeburt im Jahr 1990, aktuell sind es 2000. Die Lebenserwartung liegt 2002 bei 42 Jahren gegenüber einem afrikanischen Durchschnitt von 51 Jahren.“
Zum Gesundheitsprojekt an der Lisanga- Schule schreibt Henri Mola:
„Ein Projekt wird Wirklichkeit
.... Da die körperliche Entwicklung mit der seelischen einhergeht, haben wir es als unerlässlich erachtet, dass die Schule Lisanga ihrer Psychosozialen Abteilung den Zweig Schulmedizin hinzufügt, welcher folgende Dinge umfasst: Vorsorgemedizin, medizinische Förderung (Ausbildung, Bewusstseinsbildung), Heilmedizin (Behandlung).
.. (Es) wurden alle Schülerinnen und Schüler (insgesamt 739) untersucht, ebenso wie das Schulpersonal, welches bei dieser Gelegenheit von einem Test zur Früherkennung von MST und HIV Gebrauch gemacht hat. Aber dies ist nur ein Anfang. Das ganze Projekt muss noch folgen.“
Bitte spenden Sie für dieses Projekt unter dem Stichwort "Gesundheit"
Bericht Ende 2007 von Nicole Thieke:
Genau vor einem Jahr war unsere Fünfer-Abordnung von HALLO KONGO zu Gast in der LISANGA- Schule, als das Schulgesundheits- Projekt eröffnet wurde. Da ging es zunächst um die Untersuchung aller Schüler und Lehrer sowie der Familien des gesamten Personals und um die Beratung der Eltern. Unsere Spenden trugen zur Einrichtung des Empfangszimmers und des Labors bei.
Im Rahmen dieses Projekts wurden im Unterricht und bei den Elternabenden Gesundheit, Ernährung und Hygiene thematisiert.
Dies war aber nur die erste Phase: im Sommer 2007 wurde eine erfahrene Krankenschwester vollzeitig angestellt. Wie kostbar sie ist, konnten wir bei unserem Besuch vor drei Wochen feststellen: als wir gerade die neue Geldspende der Nürnberger Rotarier und einen vollen Koffer Verband-Material aus der Schweiz übergaben, saß ein Junge da, der sich bei einem Zusammenstoß in der Pause eine größere Platzwunde an der Augenbraue zugezogen hatte und gleich vor Ort behandelt werden konnte. Eine Woche später verletzte sich eine kleine Schülerin schwer, als sie vom Schulbus herunter sprang. Sie verlor sehr viel Blut. Bevor sie ins Krankenhaus gebracht wurde, konnte sie eine Tetanus-Impfung und eine blutungsstillende Spritze bekommen.
Ein Untersuchungszimmer und ein Ruhezimmer (für kränkelnde Schüler) sind eingerichtet worden.
Nun gehört die Schule zu einem Pilot- Projekt der Schulbehörden: der Chefarzt des nationalen Schulprogramms „Merci Docteur“ kommt zweimal wöchentlich für Untersuchungen, Beratung und Behandlung.
In diesem Schuljahr soll die erste Phase des Schulgesundheits- Projekts in unseren beiden anderen Partner- Schulen anlaufen.
Hier können Sie den neuesten Bericht des Gesundheitsprogramms an der Lisanga- Schule herunterladen:
Bericht Gesundheitsprogramm Lisanga (12 kb)
Bericht der Schulgründerin Els Kazadi und aus Echo de Lisanga Mitte 2009
„Dank der Elternbeiträge und der Unterstützung anderer Partner hat sich das schulmedizinische Angebot verbessern können: bei der Ausrüstung, der Organisation der Angebote und den Empfangs- Kapazitäten.
Das heißt, dass es jetzt voll funktioniert. Im Schnitt wurde die Station im Schuljahr 2007/2008 von 17 Patienten am Tag besucht."
Bericht von Els Kazadi, Mai 2009, nachdem 345$ an Spenden für das Projekt weitergeleitet werden konnten:
„Gerne leite ich die frohe Nachricht an die Schulleitung weiter, mit der Bitte, Euch bald eine bebilderte Antwort über die Anwendung der Gabe zu schicken. Das wird nicht schwierig sein, denn es gibt immer viele Kranke, die ständig - zum Teil teure - Medikamente brauchen.
Wir sollten auch den Konsultationsraum des Arztes, der bis jetzt nur durch einen Karton vom Beobachtungszimmer mit den zwei Betten, getrennt ist, mit einer soliden, bis zur Decke gehenden Wand trennen, damit die Gespräche und Geräusche nicht rüberdringen... Auch sollten wir das Labo, bis jetzt in einem engen Korridor untergebracht, vergrößern, damit mindestens das Material, das wir haben, aufgestellt und genützt werden kann.
ACCADEMIA und Mpumbu- Schule
Das Zahnärzte-Team war bei Accademia und Mpumbu, sowohl für Untersuchungen und Beratung, als auch für Behandlungen. Diese Initiative wurde von den Eltern sehr begrüsst, zumal die Schule für die Behandlung nur 2.500 Francs congolais (ca. 3 €) pro Kind verlangte und den Rest mit Hilfe unserer Spende selber finanzierte!