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Besuch beim Patenkind

Reise 2009

Auch 2009 gab es wieder eine Möglichkeit für Paten, auf eigene Kosten ihr Patenkind zu besuchen und die Partner, Partnerschulen und Projekte von HALLO KONGO e.V. kennenzulernen. Zwei Paten nutzten die Gelegenheit. Sie wurden von unserer Vorsitzenden Frau Thieke begleitet und dort von unseren Mitarbeitern betreut. 

 

Kathrin Steidle

reiste schon zum zweiten Mal in den Kongo. Sie hatte auch in diesem Jahr viel Freude an ihrer Reise, wie sie hier auf einem Bild mit einer Freundin vor Ort sehen (Kathrin ist rechts im Bild)

 

Kathrin Steidle in Kinshasa
 

Volker Engel

hat mehrere Patenschaften in Kinshasa. Einige Patenkinder konnte er besuchen.

                  Volker Engel mit Patenkindern   Volker Engel mit Patenkind

Reise 2008

von Fritz Jähnichen, Pate bei HALLO KONGO e.V. und Mitglied des Vorstandes

Fritz in KIN

„Hier das erste (Foto) während der Pause im Schulhof der Accademia Schule."

Fritz in KIN

„Pause im Kindergarten der Accademia- Schule. Welch eine Freude, die Kleinsten, die oft Waisen oder Halbwaisen sind, in den Arm zu nehmen."

Fritz in KIN

„In der Mpumbu Schule kann ich in der Pause endlich mein Patenkind Raziel kennen lernen und Geschenke übergeben."

Patenreise 2006

Drei Patinnen und ein Mitglied von HALLO KONGO e.V. machten sich mit Nicole Thieke auf den Weg, um das Patenkind und ihre Lebensumstände kennenzulernen. Nicole Thieke schreibt dazu:" Alle konnten sich überzeugen, dass unsere Hilfe dringend nötig ist und dass sie ankommt, dass unsere Partner jeden Besuch als große Ermutigung empfinden und dass sie sich trotz ihrer Armut schon darauf freuen, die nächsten Gäste am – erbärmlichen und etwas abenteuerlichen! - Flughafen von Kinshasa-N’Djili mit „großem Bahnhof“ willkommen zu heißen!" Auch für Ende 2008 ist eine Reise geplant. Kommen Sie mit?

Von Kathrin Steidle

Kathrin und ihr Patenkind

Nun sind wir doch schon 5 Monate aus dem Kongo zurück, und ich muss immer wieder an die tolle Zeit daran zurückdenken. Ich schaue mir oft die Bilder an und es ist schön, diese Erinnerung zu haben.                                                    
Als wir in Kinshasa am Flughafen angekommen waren, kamen sehr viele neue Eindrücke auf mich zu. Aber ich war sehr gespannt, was mich in den nächsten zwei Wochen so alles erwarten würde.
Wir wurden mit einer riesengroßen Gastfreundschaft in unser neues Heim in der Lisanga- Schule gebracht. Wir bekamen gleich ein großes Festessen auf den Tisch gestellt, aber ich hatte durch die lange Reise und die vielen neuen Eindrücke gar keinen Hunger. (Ich konnte mich auch leider die nächsten zwei Wochen nicht mit dem afrikanischen Essen anfreunden).
Die Woche fing toll an mit einem Besuch in der Kirche am Sonntagmorgen. Dort haben wir auch gleich zwei deutsche Soldaten getroffen, mit denen wir uns sehr nett unterhalten haben.
In den ersten Tagen haben wir die drei Patenschulen besucht und uns die Schulklassen angeschaut, was vor allem in den niedrigeren Klassen und in den Kindergartenklassen sehr amüsant war.
In der ersten Nacht hatte ich ein gutes Gefühl, und ich freute mich schon jetzt auf das Zusammentreffen mit meinem Patenkind.
Leider musste ich auf dieses Treffen länger warten als eigentlich geplant, weil ich durch das andere afrikanische Klima zwei Tage im Bett verbringen musste.
Ende der ersten Woche besuchten Nicole und ich  noch zwei Patenfamilien. Ich glaube, diese Eindrücke werde ich lange nicht vergessen. Diese unfassbare Armut der Familien. Aber gleichzeitig sind sie so gastfreundlich und herzlich wie ich es nur selten erlebt habe. Sie gaben ihr letztes Geld für Cola für uns aus und kochten uns extra ein tolles Essen auf den Tisch. Ich wünsche diesen Familien alles Gute.
Die Nächte darauf hatte ich viel zum Nachdenken, über die Leute und deren Lebensstandard hier, und wie es ihnen wohl in zwei Jahren geht?
Aber wir hatten auch tolle und lustige Erlebnisse im Kongo, wie z.B. der Ausflug mit den Lehrern zum Kongo-Fluss (21 im VW-Bus). Oder das Abendprogramm mit Anja Grebe, Henri Mola und noch ein paar anderen Kongolesen, als wir eine „Straßenbar“ mit Livemusik besuchten, dann aber wegen starken Regens gehen mussten, weil wir sonst nicht mehr aus der matschigen Strasse heraus-gekommen wären.
Dann endlich kam der Tag, als ich Bijou kennen lernte. Es war ein seltsames Gefühl ihr gegenüber zu stehen. Nun lernte ich endlich die Person kennen, der ich geholfen habe, einen guten Schulabschluss zu machen und die dadurch die Möglichkeit hatte, den Beruf auszuüben, den sie gerne machen wollte. Es war kaum zu übersehen, dass sie Kosmetikerin gelernt hatte. Aber sie sah wirklich toll aus. Es war nur etwas schade, dass wir uns nicht richtig unterhalten konnten, weil ich leider kein Französisch kann. Aber sie hat meine E- mail Adresse und wir werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben.
Ich bin froh, dass ich mit eigenen Augen endlich sehen konnte, wo mein Geld ankommt, und dass es dort den Menschen wirklich weiterhilft.
Ich werde die Zeit dort sicher nicht vergessen und auf jeden Fall wieder dorthin gehen, um den Frauen meine neuesten Backrezepte zu übermitteln.
Ich kann nur jedem raten, auch so eine Patenschaft zu übernehmen, die mit einer tollen Freundschaft verbunden ist.

Von Anja Grebe 

 

 Anja Grebe und ihr damaliges Patenkind in einem Klassenraum

 

Anja Grebe und ihr ehemaliges Patenkind, das inzwischen mit der Schule fertig ist.  

 

Von Maria Winzer
Maria bei Familie Mola
Es ist nun schon 8 Jahre her, seit die Theatergruppe "Les Messagers" von der Lisanga- Schule in Kinshasa nach Salem kamen. Damals waren wir Gastfamilie von Els Kazadi, der Schulgründerin, und Henri Mola, des pädagogischen Beraters. Daraus entstand eine Freundschaft, die wohl ein Leben lang dauern wird. Wir wurden Paten von Henris Tochter Laetitia, und wir korrespondieren regelmäßig per E-Mail miteinander.
2 Jahre später übernahmen wir noch ein weiteres Patenkind, Danetta Ngalula Musange.
Nun war es also soweit für ein Wiedersehen bzw. sich kennen lernen. Schon am Flughafen wurden wir von Henri, seiner Frau Aimerance und der inzwischen 18jährigen Laetitia begrüßt. Aimerance und Laetitia sind ebenso sympathisch wie Henri, ich mochte sie auf Anhieb.
Am Tag darauf waren wir bei Fam. Mola zu Gast. Sie wohnen ganz in der Nähe der Schule- die Straße dorthin ist sehr schlecht und war teilweise überschwemmt. Molas haben 6 Kinder. Laetitia ist die älteste, dann kommen Ken, Chris, Boris, Karis und das Baby (5 Mon. alt) welches nach meinem Mann Hans Hermann benannt wurde. Außerdem wohnt ein kleiner Neffe, Doudou, bei ihnen, für den sie ebenfalls das Schulgeld bezahlen.
Trotz meines miserablen Französisch konnte ich mich relativ gut mit Laetitia und ihrer Mutter unterhalten. Sie besucht die 5. Klasse der Sekundarschule, die neben der Lisanga- Schule liegt. Ihr Lieblingsfach ist Nähen, was auch eines ihrer Hauptfächer ist. Neben Nähen liebt sie auch Französisch. Die anderen Teilnehmer unserer kleinen Reisegruppe bestätigten, dass sie ein ausgezeichnetes, akzentfreies Fanzösisch spricht. Wahrscheinlich auch deswegen, weil sie in der Theatergruppe der Lisanga- Schule mitmachte, wobei die Kinder spielerisch gut französisch sprechen lernen. Weitere Lieblingsfächer von ihr sind Tanzen und Zeichnen. Mathematik dagegen fällt ihr nicht leicht. Laetitias liebstes Hobby ist ihr kleiner Bruder. Er ist wirklich entzückend, und wird von allen geliebt. Auch ich genoss es sehr, ihn herumzutragen.
Während meines Aufenthalts sah ich Laetitia und ihre Familie fast jeden Tag, und war am Sonntag zu ihnen zum Mittagessen eingeladen.
Meine andere Patentochter, Danetta Ngalula, lernte ich kennen, als das gemeinsame Essen mit den Patenkindern an der Lisanga Schule stattfand. Meine beiden Patentöchter deckten den Tisch. Ebenso wie Laetitia, erkannte ich auch sie gleich vom Photo her. Sie ist 13 Jahre alt, und für ihr Alter schon recht groß, und kräftig gebaut. Sie holte gleich ihre beiden kleinen Schwestern Helena und Charlene, die die Lisanga- Schule besuchen, und stellte sie mir vor. Auch sie verstand mein holpriges Französisch. Ich fragte sie, mit welchem ihrer Vornamen sie gerufen wird. Sie bevorzugt Ngalula, so nennen sie ihre Freunde, ihre Mutter nennt sie Danetta. Sie besucht die 2. Klasse der gleichen Sekundarschule wie Laetitia. Ihre Lieblingsfächer sind Zeichnen, Musik, Tanzen, Französisch und Englisch. Mathe dagegen mag sie nicht besonders. Aber sie gibt sich Mühe.
Am Abend darauf lernte ich auch Ngalulas Mutter Francine und ihre Tante kennen. Sie luden mich für den nächsten Tag zum Abendessen ein. Dort lernte ich auch den Rest ihrer Großfamilie kennen. Ngalulas Mutter ist verwitwet und verdient als Sekretärin 100 $ im Monat. Zu wenig um eine Familie zu ernähren, deshalb wohnt sie zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Schwester mit deren Familien. Außerdem wohnt ihre Mutter bei ihnen. Ngalulas Mutter sagte, sie ist sehr mit ihr zufrieden. Sie hat ordentliche Schulnoten und hilft auch gerne im Haushalt.
Auch Ngalula und ihre Mutter und Tante sah ich noch ein paar Mal.
Es war eine große Freude für mich, meine Patenkinder kennen zu lernen und zu sehen, dass sie sich gut entwickeln. Beides sind hübsche, aufgeweckte Mädchen. Der Abschied von ihnen und ihren Familien fiel mir nicht leicht.
Marias Patenmädchen

Reisebericht

Er ist fertig und kann ab sofort bei uns bestellt werden, der neue Reisebericht von Maria Winzer. Sehr anschaulich und spannend erzählt sie von ihrer Reise im November 2006. Tagebuchartig beschreibt sie die Stationen ihrer Reise und lässt den Leser an ihren Erlebnissen teilhaben. Der 20- seitige Bericht kann ab sofort über das Kontaktformular bestellt werden. Maria hält auch einen Bericht für Kinder bereit, in dem einige Themen ausgeklammert wurden. Der Reisebericht kann gegen Überweisung von 7.-€ auf das Konto von HALLO KONGO oder Barzahlung  von 5.-€ bei Abholung gekauft werden. Der Erlös kommt unseren Projekten zugute.

 

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